
Wie man Ruby-Heizröhren auswählt, ohne den Ofen zu beschädigen
Seien wir ehrlich: Die Ersatzröhren der Hersteller für importierte Pizzöfen sind in der Regel überbewertet. Das ist einfach Betrug. Natürlich möchte man lieber nach günstigeren Ersatzteilen suchen. Doch hier liegt das Problem: Wenn man einfach die billigste Röhre kauft, ohne auf die Details zu achten, kann das dazu führen, dass die Röhre sofort kaputtgeht – oder schlimmer noch: Die Pizza bleibt unvollständig gebacken.
Das Problem mit der Spannung
Zuerst muss man sicherstellen, dass die Spannung richtig eingestellt ist. Diese Ruby-Röhren funktionieren mit Kurzwellen-Infrarotstrahlung – daher sind sie anspruchsvoll in Bezug auf die Spannung. Wenn der Ofen für 230 V konzipiert ist und man stattdessen eine 110-V-Röhre verwendet, dann geht die Röhre sofort kaputt.
Aber auch das Umgekehrte ist problematisch: Wenn die Spannung zu niedrig ist, kann man keine ausreichend hohen Temperaturen erzielen, um eine perfekte Kruste zu bekommen.
Achten Sie auch auf die Leistung
Wenn man eine 1000-Watt-Röhre in einen Ofen mit 300 mm Durchmesser einsetzt und sie durch eine weniger leistungsstarke Röhre ersetzt, um etwas Geld zu sparen, wird die Wartezeit bis zum Aufheizen des Ofens deutlich länger sein. Die Kunden werden solange warten müssen, während man selbst darauf wartet, dass der Ofen wieder heiß wird.
Warum die rote Farbe wichtig ist
Diese Röhren bestehen aus hochreinem Quarz, damit sie der intensiven Hitze standhalten können. Doch die rötliche Farbe dient nicht nur dem Aussehen. Sie filtert das Licht, sodass die Wärme tatsächlich in den Teig und die Beläge eindringt, anstatt einfach abzuprallen.
Wenn man eine klare, unbeschichtete Röhre verwendet, wirkt sich das negativ auf die Hitzeverteilung aus. Deroben Teil der Pizza wird schwarz, während der untere Teil weiterhin weich bleibt. Das sieht nicht gut aus.
Das Problem mit „fast passenden“ Röhren
Die meisten Industrieeinrichtungen verwenden R7- oder SK15-Anschlüsse. Dabei handelt es sich um Reibungsanschlüsse – die Röhren werden einfach hineingeschoben.
Das Problem ist: Wenn die Anschlüsse auch nur um einen winzigen Millimeter falsch sitzen, entstehen Stromstöße. Man hört vielleicht ein leises Zischen, aber innerhalb des Anschlusses entsteht Kohlenstoff. Dadurch geht die neue Röhre viel schneller kaputt als durch normale Abnutzung.
Die wahren Kosten von „billigen“ Röhren
Hochleistungs-Röhren ermöglichen zwar eine schnelle Erhitzung, doch sie belasten die Leitungen stark. Wenn man auf eine leistungsstärkere Röhre umsteigt, sollte man unbedingt die Relais sowie die Leitungsquerschnitte überprüfen. Man möchte schließlich keine Leitungen verbrennen lassen.
Außerdem sollten Sie bedenken, dass die günstigen Ersatzröhren meist nicht mit dem gleichen Qualitätsgas gefüllt sind wie die Originalteile. Man spart zwar heute Geld, doch eine billige Röhre kann bereits nach 2.000 Stunden kaputtgehen, während eine gute Röhre bis zu 5.000 Stunden halten kann.
Es handelt sich dabei um ein Kompromiss: Man spart etwas Geld, muss aber öfter in den Ofen gehen, um die Röhre zu ersetzen.