
Bei Ölflaschen sind die Vorformen schwerer und dicker als bei herkömmlichen PET-Produkten. Deshalb muss der Heiztunnel die Wärme schnell – und gleichmäßig – abgeben. Wenn das Profil nicht richtig gesteuert wird, entstehen schwache Stellen an den Flaschenhälsen, Kristallbildung oder Probleme bei der Formung der Flaschen. Das führt dazu, dass die Harzschicht beschädigt wird, die Produktionsgeschwindigkeit sinkt und ständige Anpassungen notwendig werden.
Was wirklich wichtig ist:
Wir haben den Heizer für Ölflaschen mit Kurzwellen-Infrarot-Halogenelementen in Quarzröhren gebaut. Diese reagieren schnell und liefern eine hohe Leistungsdichte. Man kann 1,5–3,0 kW pro Zone einstellen – bei 220–480 V, je nach Anforderungen der Anlage. Zudem passt sich der Heizer perfekt an die Abmessungen des Heiztunnels an – bis hin zu den Standard-R7-Schnittstellen.
Die Geometrie des Reflektors sorgt dafür, dass das Licht auf die Wand der Vorform gerichtet wird. Eine Schließschleifensteuerung hält das Temperaturprofil über dem Flaschenhals sowie am Flaschenkörper konstant. Bei dicken Wandstärken kann der Heizer die Wärme schneller verteilen, ohne die Oberfläche zu verbrennen – dadurch verkürzt sich die Produktionszeit und die Formstabilität bleibt erhalten.
Warum es in der Praxis funktioniert:
Dieser Heizer ist für Blow-Molder von Sidel, Krones, SIPA, Husky, SACMI und Nissei ASB geeignet. Die Parameter stimmen 1:1 mit denen der Originalheizelemente überein. Dadurch wird die gewünschte Temperatur der Vorform erreicht – ohne unerwünschte Hitze- oder Kältepunkte. Die Wandstärke bleibt konstant, damit die Integrität der Flasche gewährleistet bleibt.
Der Energieverbrauch sinkt, da die Elemente nur dann aktiviert werden, wenn nötig – und sie kühlen schnell zwischen den Arbeitszyklen ab. Die Wartung ist außerdem einfacher: Man kann einzelne Elemente austauschen, ohne den ganzen Heizer ersetzen zu müssen – dadurch wird uns planmäßiger Stillstand vermieden.
Praktische Details, die Probleme verhindern:
Die Installation ist einfach – doch die Ausrichtung ist entscheidend. Selbst eine kleine Verfehlung im Fokussieren der Elemente kann dazu führen, dass die Wärmeverteilung gestört wird und die Vorform nicht mehr den Anforderungen entspricht. Stellen Sie sicher, dass der Abstand zwischen den Vorformtransportbändern zum Abstand der Heizelemente passt. Zudem sollten die Lampenenden vollständig in den R7-Sockeln sitzen, um Funkenbildung zu vermeiden.
Halten Sie die Quarzröhren sauber – Staub und Kondenswasser können die Leistung beeinträchtigen. In Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit helfen luftdichte Endkappen. Der Heizer wird heiß – daher sollte genügend Platz für Luftzirkulation und Wartung vorhanden sein.